Meine Ausbildung zum Sterbebegleiter, Teil 15: Das Ende

Diese Serie kommt zu ihrem Ende, zumindest für den Moment. Nach mehr als acht Monaten Training, Workshops und Ausbildung darf ich mich endlich einen zertifizierten Sterbebegleiter nennen.

Ohne jeden Zweifel war das bisher die wichtigste Lernerfahrung meines Lebens. Ich habe unglaublich viel über Trauer, Tod und die Begleitung sterbender Menschen gelernt. Aber ich bin dabei auch eine innere Reise gegangen, habe einige meiner tiefsten Ängste, Hoffnungen und Überzeugungen wiederentdeckt und konnte meine eigene spirituelle Praxis vertiefen.

Vor Kurzem wurde ich bei einem unserer OMDB-Treffen zu dieser Reise interviewt, und das war die perfekte Gelegenheit, auf diese acht Monate zurückzublicken. Dabei wurde mir bewusst, wie viel Unterstützung und Ermutigung ich auf diesem Weg erfahren habe, und wie sehr mich das bis heute trägt.

Ich wurde gefragt, ob es auch Schönheit darin gibt, Menschen an ihrem Lebensende zu begleiten. Meine ehrliche Antwort: Es gibt zweifellos schöne Momente, meist Momente tiefer Verbindung, aber insgesamt würde ich Sterbebegleitung nicht als "schön" bezeichnen. Vieles von dem, was ich erlebe und miterlebe, ist schwer und fordert mich auf eine Weise heraus, wie ich es vorher nicht kannte, besonders wenn ich Menschen begleite, die keine Familie und keine Freunde haben.

Aber bedeutsam ist es zweifellos. Und dass ich bis hierhin durchgehalten habe, verdanke ich der unglaublichen Unterstützung so vieler Menschen, ganz besonders, aber nicht nur, aus unserer OMDB-Community. Ohne die ehrlichen Gespräche, die wir geführt haben, und das Mitgefühl, das wir uns in den letzten Jahren gegenseitig geschenkt haben, hätte ich den Mut für diesen Weg nicht gefunden.

Deshalb möchte ich diese Serie über eine unglaubliche Reise mit einem einfachen Dankeschön abschließen, an alle, die mich begleitet und unterstützt haben. Selbstfürsorge ist die wichtigste Aufgabe für alle, die andere unterstützen wollen. Und Menschen um sich zu haben, die einen wirklich sehen, zuhören und einen auffangen, wenn es schwer wird, macht dabei den entscheidenden Unterschied.

Und wenn ich euch einen letzten Gedanken mitgeben darf: Nehmt euch Zeit für die Menschen, die euch wichtig sind. Denn am Ende verlieren wir alles. Das Einzige, was uns wirklich bleibt, ist die Liebe, die wir in uns tragen.

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